
Die Gründung
Es war der 07. Januar 1990. Nach einer Sitzung des "Runden Tisches" in Woltersdorf haben zwei Leute beschlossen, der Wende in der DDR und damit auch in Woltersdorf statt der Bürgerinitiativen eine politische Dimension zu geben. Sie wollten daher einen Ortsverein der SDP, wie sich die Sozialdemokraten in der DDR nannten, gründen. Da aber zur Gründung eines Ortsvereins mindestens drei Personen notwendig waren, dauerte es noch bis zum Abend des 08.01. bis in einer Küche in der Heinrich-Heine-Straße die Gründungsurkunde unterschrieben werden konnte.
Bis zum Ende Januar bestand dann der Ortsverein aus etwa 12 Mitgliedern und der erste Vorstand konnte gewählt werden. Erster Vorsitzender wurde der Parteifreund Norbert Schmidt, einer der Unterzeichner der Gründungsurkunde. Das Wort Genosse, wie es in Deutschland für Mitglieder der SPD üblich ist, wollte damals niemand in den Mund nehmen. Es hatte in der DDR einen üblen Ruf durch die SED erlangt. Heute beträgt die Zahl der Mitglieder aktuell 28. Das ist vergleichweise wenig, wenn man das mit der Zahl der Mitglieder nach 1945 vergleicht. Damals hatte die SPD in Woltersdorf etwa 90 Mitlgieder. Das hatte sich aber nach der Zwangsvereinigung mit der KPD schnell verändert.
Am 26. November 2001 verstarb im Alter von 60 Jahren unser bis dahin prominentestes Mitglied, die Genossin Regine Hildebrandt. Sie hat bis zum letzten Tag gegen ihre schwere Krebserkrankung gekämpft aber diesen Kampf leider verloren. Sie starb viel zu früh und hat eine große Lücke in der politischen Landschaft hinterlassen.