Woltersdorf wächst - ein Kommentar von Monika Kilian

Veröffentlicht am 13.02.2021 in Kommunalpolitik

Zu Beginn der 1980er Jahre lebten in Woltersdorf etwa 5.500 Menschen und obwohl Woltersdorf mit seiner unmittelbaren Grenze zur heutigen Metropolstadt Berlin und seinen naturräumlichen sowie menschengemachten Schönheiten schon damals ein attraktives Wohnumfeld bot, sanken die Einwohnerzahlen bis 1989 auf etwa 5.075 ab. Derartige Schwankungen zwischen Phasen des Wachstums und Phasen Einwohnerrückgangs konnten jedoch schon seit den 1930er Jahren beobachtet werden. Mit der Wende setzte dann aber nochmal ein zusätzlicher Abzug ein, der die Einwohnerzahlen der Gemeinde bis zum Ende des Jahrs 1994 weiter auf etwa 4.865 Einwohner „schrumpfen“ ließ. Seit 1995 jedoch verzeichnet unsere kleine Gemeinde einen nahezu permanenten Zuwachs. Das stellt die Gemeinde stets vor neue Herausforderungen.

 

Das langfristige Ziel der Gemeindevertreter orientiert sich schon längere Zeit an der 10.000 Einwohner-Marke, die bis 2030 erreicht werden soll.

Viele Baugebiete wurden ausgewiesen, viele junge und ältere Menschen zogen in unseren Ort. Die Folge war, dass Kinder mit ihren Familien mitkamen, und auch Kinder hier geboren wurden. Wir bauten neue Kitas und neue Schulgebäude wurden errichtet.

Von diesem Planungsziel 10.000 Einwohner bis 2030 sind wir Ende 2020 nicht mehr weit entfernt, es leben ca. 8.800 (Erst- und Zweitwohnsitz) Einwohner in unserer Gemeinde und überall in der Gemeinde sieht man, dass sich der Innenbereich weiter verdichtet, also freie Grundstücke sich füllen oder aber verfallene Häuser neuen Bauten weichen.

Derzeit befinden sich in unserer Gemeinde fünf Kitas, die von zwei freien Trägern (christliche Kita, AWO) und der Gemeinde betrieben werden, eine Kindertagespflege und eine Grundschule (Kommune), eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (FAWZ) und die Freie Schule Woltersdorf.

Die Gemeinde Woltersdorf ist ein attraktiver Bildungsstandort. Wir bieten mit dieser Schullandschaft alle Bildungsabschlüsse und ein bedarfsgerechtes Angebot in unseren Kitas an.

Durch weiteren Zuzug platzen unsere Bildungseinrichtungen derzeit wieder aus allen Nähten, insbesondere fehlen Hortplätze. Eltern forderten in einer Petition die Schaffung eines schulnahen Hortes.

Auf der Grundlage des mittelfristigen Raumbedarfs zur Schaffung von Betreuungskapazitäten im Hortbereich seitens der Gemeinde in der Nähe der Schule sowie des Raumbedarfs der FAWZ – Oberschule im Hinblick auf ihre zukünftige Entwicklung wurde ein mögliches Konzept für die Umgestaltung des Schulcampus im Sozialausschuss am 24.8.2020 und am 2.11.2020 sowie am 3.11.2020 im Ortsentwicklungsausschuss beraten. Im Ergebnis schlagen das FAWZ und die Verwaltung vor, den gesamten Schulbetrieb, 7. – 13. Klasse, auf die Flächen der Gemeinde Woltersdorf im Geltungsbereich des B-Plans „Moskauer Straße/Wilhelm-Tell-Straße“ zu konzentrieren. Damit könnten alle Gebäude auf dem Schulcampus zukünftig durch die Gemeinde genutzt werden.  

Die Änderung der Planungsziele zum Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes „Moskauer Straße/Wilhelm-Tell-Straße“ wurde durch die Bürgermeisterin am 18.1.2021 öffentlich bekanntgemacht.

Dieses Vorhaben kann natürlich nicht kurzfristig realisiert werden. Das Ziel liegt im Schuljahr 2025/2026. Bis dahin werden unsere Hortkinder weiterhin in ihren Kitas und einige Hortkinder der 2.–4. Klassen am Nachmittag in Schulräumen betreut. Gemeinsam arbeiten Verwaltung und Träger der Kitas an einer Lösung, um allen Kindern, deren Eltern das wünschen, eine Betreuung bis zur 4.Klasse zu garantieren.

Auch muss ein Konzept erarbeitet werden, wie die dann freiwerdenden Räume auf dem Schulcampus genutzt werden sollen. Einen Großteil werden die Hortkinder belegen. Darüber muss man bald anfangen, sich Gedanken zu machen.

Verwaltung, Parteien, Vereine, Bürger und viele Nichtgenannte müssen mit ins Boot, um die freiwerdenden Räume mit Leben zu füllen.

Aus heutiger Sicht werden wir in Zukunft über freie Räume verfügen, die – so sind gegenwärtig unsere Vorstellungen als SPD-Fraktion – insbesondere durch die Vereine genutzt werden sowie für zusätzliche Bildungsangebote zur Verfügung stehen sollen.

 

Monika Kilian

Vorsitzende des Ausschusses für Ortsentwicklung und Ortsgestaltung

 

 
 

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